lagrime – den meine Seele liebet

lagrime plakat verkleinertAm Sonntag, 2.11.2014 um 17.00 Uhr findet in unserer Pfarrkirche St. Hippolytus unter diesem Titel ein Konzert der Capella Vocale an St. Hippolytus statt.

Zur Aufführung gelangen Teile der „Lagrime di San Pietro“, der „Bußtränen des heiligen Petrus“ des bedeutenden Renaissancekomponisten Orlando di Lasso (1532-1594).

Diesen gewaltigen Zyklus geistlicher Madrigale komponierte Lasso als letztes und vielleicht bedeutendstes Werk seines überreichen Schaffens. Der Inhalt sind die Schmerzen des Petrus über seinen Verrat an Christus. Nachtbilder als Symbol der Verlorenheit und innige Lamentos als Ausdruck der Zerknirschtheit und Klage entfalten eine musikalische Dramatik, die programmhafte Züge trägt.

Ein weiteres Hauptwerk des Konzertes sind die Vertonungen Leonhard Lechners (1553-1606), eines Schülers di Lassos, von Texten aus dem Hohenlied der Liebe des Salomo. Dieser sechsteilige Zyklus vereint auf brillante Weise motettische Satztechnik mit klangmalerischen Madrigalismen auf engstem Raum. Lechner schafft hier ein gleichermaßen kunstvolles wie tief inniges und emotionales Bild sehnsüchtiger Liebe.

Neben diesen Werken werden außerdem die „Missa Elisabeth Zachariae“ des bedeutendsten portugiesischen Renaissancekomponisten Duarte Lobo (1565-1646), der als Kapellmeister an der Kathedrale von Ebora wirkte, sowie die „Lagrime d’Amante al Sepolcro dell’Amata“ Claudio Monteverdis zu hören sein.

Das Programm „lagrime – den meine Seele liebet“ sang die Capella am 3.10.2014 auf Einladung des Festivals „Eborae Musica“ am Wirkungsort Duarte Lobos in der Kathedrale zu Ebora in Portugal.