Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater

170px-gbpergolesi Giovanni Battista Pergolesis Stabat mater, das letzte Werk dieses sehr jung verstorbenen Komponisten, erfreute sich bereits kurz nach seinem Tode großer Beliebtheit: Es war das im 18. Jahrhundert am häufigsten gedruckte Musikstück und erfuhr zahlreiche Bearbeitungen, mit denen es auf die jeweiligen Verhältnisse vor Ort angepaßt wurde. Selbst Johann Sebastian Bach dokumentierte seine große Wertschätzung dieses sehr ausdrucksstarken Werkes, indem er es zu einem Bußpsalm mit deutschem Text umarbeitete.

Das Werk bildet zweifellos den Höhepunkt von Pergolesis geistlichem Schaffen. Es entstand im Auftrag der mächtigen Gilde der Cavalieri della Virgine delle Sette Dolori, der „Ritter der Jungfrau der Sieben Schmerzen“, die sich zum Jahresfest ihrer Schutzpatronin eine wirkungsvolle Musik wünschten, die das nach zwanzig Jahren ununterbrochener Aufführung unmodern gewordene Stabat Mater von Alessandro Scarlatti ersetzen konnte.

Pergolesis ergreifende Neuvertonung der hochemotionalen mittelalterlichen Sequenz von den Schmerzen Mariä unter dem Kreuz sollte sich als diesem Werk mehr als ebenbürtig erweisen und berührt heute wie damals in seiner kühnen, tief empfundenen und kompromißlosen Unmittelbarkeit in der Darstellung der Leiden der Gottesmutter.

Dieses epochale Werk soll nach der Abendmahlsliturgie am Gründonnerstag ab 19.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Maria Königin in dieser dem gemeinsamen Beten und Wachen gewidmeten Nacht zum Verweilen einladen.

Die in unseren Pfarreien bestens bekannte Sopranistin Katharina Nieß sowie Daniela Jungblut, Mezzosopran, werden von Mitgliedern des Beethoven-Orchesters Bonn unter der Leitung von Seelsorgebereichsmusiker Kantor Marcus Dahm begleitet.